Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

Das „Vater unser“, ́ne Menge Pilze und ein Familiengottesdienst

Seit vielen Jahren treffen wir uns als Hauskreis an einem Wochenende auf Schwarzenshof. Mal waren wir sehr viele, mal weniger, dieses Mal waren wir nur neun. Aber gerade in dieser kleineren Runde konnten wir uns gut öffnen, miteinander reden über manches, das einem sonst vielleicht nicht so leicht über die Lippen geht. Reden, Singen und miteinander beten ließen uns wieder auftanken und Kraft schöpfen für den Alltag.

Am Freitagabend reisten wir an und konnten uns da schon über schönes Wetter freuen. Für den Samstagvormittag hatte sich Birgit Kühlein mit einer Betrachtung des „Vater unser“ vorbereitet. Ohne es zu wissen hatte sie mir damit einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Wir alle kennen die Worte und beten sie regelmäßig. Sind wir uns auch über deren Bedeutung so richtig im Klaren? Es hat sich gelohnt, darüber nachzudenken.

Bald nach dem Mittagessen brachen wir zu einer Wanderung auf. Ein bestimmtes Ziel hatten wir nicht - einfach eine Runde durch den Wald. Die Gegend um Schwarzenshof ist wirklich schön. Obwohl wir schon so oft hier waren, haben wir immer noch nicht alle „Schleichwege“ entdeckt. Wer mit offenen Augen durch diese herrliche Natur streift, dem bleiben die Schätze des Waldes nicht lang verborgen. An diesem Nachmittag kamen sowohl Hobbyfotografen wie auch Pilzsammler auf ihre Kosten. Wir fanden Unmengen der duftenden schmackhaften Waldbewohner. Ausgerüstet mit Transporthilfe - sprich Beutel - war man darauf vorbereitet, einige davon nach Hause zu tragen. Die wärmende Sonne genießend bogen wir in Richtung Zeigerheim ab. In der Gaststätte „Zum Landsknecht“, ein Fachwerkhaus mit Weinstöcken an der Hauswand, einem Kinderspielplatz und gemütlichen Biergarten, legten wir eine Kaffeepause ein um schließlich den Rückweg anzutreten.

Den Abend ließen wir mit einer Andacht und dem Betrachten der kürzlich geschossenen Fotos ausklingen.

Für den Sonntag war der Besuch eines Gottesdienstes in der Umgebung geplant. Es hatte in der Nacht geregnet und war nicht mehr so warm. Wir verteilten uns also auf zwei Autos und fuhren nach Schwarza.

Die kleine evangelisch-lutherische Kirche, mitten an der dicht befahrenen Straße und mit zwei Baucontainern davor, ist sichtlich alt und steht unter Denkmalschutz. Innen ist sie wie viele ihrer Art reich bemalt und verziert. Die Orgel befindet sich allerdings nicht über dem Eingang sondern vorn über dem Altar, etwas ungewöhnlich aber schön.

Uns fiel auf, dass die Bänke geschmückt waren - tags zuvor hatte hier ein Paar geheiratet. Nun fand ein Familiengottesdienst statt, in dem Kinder, Eltern und Lehrer gesegnet wurden für das neue Schuljahr. Zum Klang der Orgel sangen wir altbekannte Lieder. In der Predigt um Noah und die Arche kamen ein Zweig und ein regenbogenfarbener Schirm zum Einsatz. Unter dem Läuten der Glocken verließen wir die Kirche. Wir hatten noch Zeit und machten einen Spaziergang durch das idyllische Schwarza.

Auf Schwarzenshof erwartete uns ein leckeres Mittagessen und nach dem obligatorischen Gruppenfoto traten wir die Heimreise an.
Haben wir Euch neugierig gemacht? Wie wär ́s mal mit einer Gemeindefreizeit?